{"id":5038,"date":"2021-12-18T09:32:21","date_gmt":"2021-12-18T08:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/192.168.178.37\/wordpress\/?post_type=docs&#038;p=5038"},"modified":"2021-12-18T09:32:21","modified_gmt":"2021-12-18T08:32:21","slug":"das-haus","status":"publish","type":"docs","link":"https:\/\/sackingbob74.synology.me\/wordpress\/docs\/das-haus\/","title":{"rendered":"Das Haus"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Jahr 1451 erkl\u00e4rte Johann von Besten im Haus Sythen, zum Leidwesen aller Bauer, die er in Handschlag zu seinen Eigenen erkl\u00e4rte. Die H\u00e4user, die in seinem Besitz waren, wies er pers\u00f6nlich seinen Leibeigenen und Wanderarbeiter zu. Eins dieser H\u00e4user stand an den Lippeauen am Waldrand zur Haard und es stand schon seit den Zeiten des alten Ritters von Hagenbeck im Jahre 1301 leer. Seitdem konnte das Haus an keinen Arbeiter oder Eigenen geben werden, da es in ihm spukte. Das Geb\u00e4ude ging von einem Gutsherrn zum anderen, bis es an den jungen, unerfahrenen Johann \u00fcberging, der sich um die alten Legenden und Aberglauben nicht scherte oder sie nicht kannte. War sein Schwiegervater noch ein bescheidener Mann, so wollte der viel zu junge Erbe seine Felder durch mehr Arbeiter anbauen lassen, um den Profit zu erh\u00f6hen. Er fragte nach Arbeitern im ganzen bekannten Land. Tats\u00e4chlich kamen viele mit ihren Familien in die Umgebung, denn der Boden war fruchtbar. Aus Platznot wies er einer kleinen Familie, die aus dem Osten zu ihm kam, das Spukhaus zu, da er wusste, dass nur unbedarfte Fremde in dem H\u00e4uschen untergebracht werden konnten. Er fasste den Entschluss und erz\u00e4hlte seiner Frau davon, die ihm eindringlich abriet, wie sie auch seine Entscheidung aus den Freibauern Leibeigene zu machen, nicht mittrug. Sie klagte \u00fcber die Entscheidung und sprach auf ihn ein. Am selben Morgen hatte sie die Familie kennengelernt, die das Haus erhalten sollten und sie sorgte sich um ihre Gesundheit und ihres Geisteszustands. \u201cIn dem alten Gem\u00e4uer geht der Teufel um. Wer hineingeht, schl\u00fcpft durch das Tor zu H\u00f6lle.\u201d Der Junge Herr machte sich nichts aus dem Geschw\u00e4tz, lobte seine K\u00fchnheit und sprach: \u201cDie Familie wird uns beweisen, dass der Glaube an den Fluch nur Aberglaube ist. Ihnen wird nichts passieren, das wirst Du schon sehen. Sehr bald werde ich das Anwesen wieder anderen Familien geben k\u00f6nnen. Vielleicht macht mir einer einen guten Preis f\u00fcr das Land, das nicht zum Ackerbau taugt.\u201d Die Erbin der von Hagebecks hingegen lie\u00df den Kopf h\u00e4ngen \u00fcber die \u00dcberheblichkeit, die sich in ihrem Mann breitgebacht hatte. \u201cMeine Vorv\u00e4ter hatten ein Vertrag mit dem Bewohner. Es wird Ungl\u00fcck geben, wenn er gebrochen wird.\u201d Da schnalzte der Junge Landsherr mit der Zunge, hob seine Nase in den Himmel und stolzierte mit den Worten davon: \u201eDas Haus steht leer. Keiner wohnt da. Es wird Zeit das zu \u00e4ndern.\u201c Doch irrte er sich, was den Bewohner anging. Er schlief schlecht in dieser Nacht. Es war ihm, als st\u00e4nde ein kleines M\u00e4nnchen an seinem Bette und schimpfte die gesamte Zeit mit ihm. Am Morgen war der Traum vergessen. Nur die Erholung fehlte ihm. Er lie\u00df die Familie zu sich bringen und sprach mit dem Vater. \u201cAus gro\u00dfer G\u00fcte weise ich euch ein Haus zu, das weit \u00fcber eurem Verdienst steht. Daf\u00fcr berechne ich euch nur wenig Pacht. Richtet es euch ein, wie ihr es braucht, aber nicht so, dass ihr es nicht mehr verlassen k\u00f6nnt.\u201d Mit diesen Worte \u00fcberreichte er ihnen die Schl\u00fcssel. In diesem Augenblick betrat seine Frau die Stube. Sie hatte dunkle Augenringe und ger\u00f6teten Wangen. Als sie die Schl\u00fcssel in den H\u00e4nden des Feldarbeiters sah, schrie sie spitz auf. \u201cDas bedeutet Ungl\u00fcck.\u201d Johann hingegen lachte. \u201cMacht euch nichts aus meinem Weibe. Sie h\u00f6ren Gespenster, wo nur der Wind durch die Str\u00e4ucher f\u00e4hrt.\u201d Die Leute erz\u00e4hlten sich, vom Geist eines Witwers, der auf seiner T\u00fcrschwelle vom Teufel \u00fcberrascht wurde, als er betrunken vom Wirtshaus im Sythen nach Hause taumelte. Sein Geist spukte jetzt in dem alten Haus, so erz\u00e4hlte man sich. Er w\u00fcrde niemals Frieden finden. Jedoch irrten sie ebenfalls mit ihrer Geschichte. Mitnichten war es ein Geist, der durch die Fluren schlich und bei dessen Anblick den Leuten das Blut in den Adern gefror. Grund f\u00fcr die merkw\u00fcrdigen Vorg\u00e4nge im Haus war Follet, ein Kobold der vor Jahrhunderten einen Vertrag mit dem alten Ritter von Hagebeck geschlossen hatte. Damals war der Vorfahre der Frau von Johann noch ein junger Mann. Er hatte von einem Bekannten erz\u00e4hlt bekommen, dass man sein Gl\u00fcck unterhalb einer Lippebr\u00fccke bei Vollmond versuchen sollte. Auch diese alte Geschichte, die man sich in vielen L\u00e4ndern er Erde erz\u00e4hlt, ist nat\u00fcrlich reiner Aberglauben. Kein magisches Wesen h\u00e4lt sich lange unter Br\u00fccken auf. Doch das Gl\u00fcck war dem jungen Ritter tats\u00e4chlich hold. Follet hatte sich kurz vorher, auf seiner Suche nach einer Bleibe f\u00fcr die Nacht, genau unter der Br\u00fccke niedergelassen. Er wartete gerade einen Regelschauer ab, um erneut mit dem Fischen anzufangen, als der Gutsherr zu ihm kam. Jeder der Beiden war zu \u00fcberrascht von der Anwesenheit des Anderen. So starrten sie sich gegeneinander an, als w\u00e4re es ein Wettbewerb. Erst viel sp\u00e4ter fragte Follet etwas emp\u00f6rt, was der junge Mann jetzt hier wollte, schlie\u00dflich h\u00e4tte er sich hier zuerst niedergelassen. Stammelnd erz\u00e4hlte der noch arme Mann von den Ratschl\u00e4gen seines Bekannten, was dazu f\u00fchrt, dass Follet aus lautem Halse lachte. Der Mann stimmte mit ein und ganz pl\u00f6tzlich merkten Mensch und Kobold, dass sie ein Band der Sympathie verband. Das gesamte Leben des Ritters blieb Follet an seiner Seite. Er beriet ihn, half im Haushalt und segnete seine Kinder mit Geschick und Sch\u00f6nheit. Mit den Jahren kam der Gewinn und das Land. Obwohl er aus einem verarmten Adel stammte, gelang es dem vom Gl\u00fcck Gesegneten ein Verm\u00f6gen mit seinem Geschick zu machen, was sicherlich auch an der Gnade des Kobolds lag. So wurde er schlie\u00dflich zum Landherr von Sythen unter dem Segen des Bischofs von M\u00fcnster. Seine Gro\u00dfherzigkeit und die Tatsache, dass er gerne allen Menschen, die ihn darum baten, zu helfen, brachten ihn unter den anderen Edelm\u00e4nner den Ruf der Verschwendung. Jedoch brachten seine Hilfe, die er selbst den \u00c4rmsten in seinem Reich entgegenbrachte, trausendfach Fr\u00fcchte. Sein Reich wurde mit jedem Gold und Silberst\u00fcck, dass er bereitwillig gab, nur noch reicher, anstelle zu verarmen. Als er merkte, dass sein Leben ihn entrann, kaufte er seinem besten Freund und Weggef\u00e4hrte Follet das Land an der Schwelle der Haard und baute ihm ein Haus, da es ihm der beste Weg erschien, ihm f\u00fcr seine Freundschaft zu danken. In einem Vertrag legte er fest, dass keiner dieses Haus jemals an jemand anderen als Follet verpachten d\u00fcrfte. Der Vertrag wurde unterzeichnet, jedoch nagte schon bald der Zahn der Zeit an dem St\u00fcck Papier. Der Sohn des Ritters erinnerte sich noch an Follet, der sich in sein Heim zur\u00fcckgezogen hatte. Er besuchte das magische Wesen einmal im Jahr. Die Enkelin des Ritters von Hgebeck jedoch, dachte gar nicht mehr an den kleinen Mann und hielt ihn f\u00fcr eine Legende. Bald verga\u00df man den Kobold. Seine Geschichte wurde ins Land der M\u00e4rchen verbannt. Manch einer der Urenkel des ersten Gutsherrn sprach vom Wahn seiner Vorfahren, die noch an Zauberkr\u00e4fte glaubten. Trotz des fehlenden Glaubens blieb das Gl\u00fcck der Sippe treu, woran Follet nicht unbeteiligt war. Er wachte \u00fcber jede Generation, die von seinem alten Freund abstammte. Allerdings war er nicht immer selbst gl\u00fccklich \u00fcber die Charaktere der Kinder und ihrer Wahl der Ehepartner. Einer dieser Ehepartner hatte alle schlechten Seiten und leider keine der Tugenden des Ritters in die Wiege gelegt bekommen. Follet war sich sicher, dass die Entscheidung diesen Mann zu ehelichen, ein furchtbarer Fehler war und der Unhold nur Bosheit in die Familie bringen w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich hatte er f\u00fcr den Geizhals kein F\u00fcnkchen Zuneigung \u00fcber. Als er ihm auch noch eine Familie in sein Haus schickte, platzte dem Kobold fast der Kragen. Er w\u00fctete, konnte allerdings sein eigenes Schicksal nicht abwenden. Schon einen Tag sp\u00e4ter zog die Familie mit Sack und Pack in das Haus, was Follet so lange bewohnte. Er sah, wie die Frau mit den zwei kleinen M\u00e4dchen und einem Jungen den Flur betrat, den er jeden Tag penibel s\u00e4uberte. Die beiden T\u00f6chter waren h\u00f6chsten 14 Jahre alt und bildh\u00fcpsch. Ihr Vater, der hinter seiner Familie das Haus betrat, war ein breitschultriger, flei\u00dfiger Mann, mit einer gutm\u00fctigen Mine. Das L\u00e4cheln, welches alle vier auf den Lippen lag und die nette Art, wie sie sich gegenseitig behandelten, schmolzen das Herz des Kobolds. Er wollte sein Haus zwar nicht kampflos an diese Familie verlieren, jedoch taten ihm die Menschen fast schon leid. Er wollte sie nicht so ernst necken, wie die hartherzigen Irren, die vor Jahren versuchten, sein Haus f\u00fcr sich einzunehmen. In den ersten zwei Tagen stellte er daher nur Schabernack an. Mitten in der Nacht r\u00fcttelte er die Fensterl\u00e4den, er r\u00e4umte hinter den Kindern auf, platzierte ihre Stofftiere um und lie\u00df das Bett der Ehefrau nachts \u00fcber dem Boden schweben. Er lie\u00df die Milch sauer werden und hielt T\u00fcren zu, die die Familien \u00f6ffnen wollte. Follet selbst hatte sich in eine kleine, selbstgegrabene H\u00f6hle gleich unter dem Haus zur\u00fcckgezogen und unternahm aus seinem Quartier den \u00c4rger, der an den Nerven der Menschen nagte. Er wollte ihnen kein Haar kr\u00fcmmen, nur einen bleibenden Schreck einjagen. Es dauerte fast eine Woche, bis der erste Priester das Haus von b\u00f6sen Geistern befreien sollte. Der arme Kerl m\u00fchte sich redlich. Follet beobachtete seine Taten und lachte aus leibeskr\u00e4ften, als er das Theater des Geistlichen verfolgte. Er wusste wirklich nicht genau, was er machte. Follet fragte sich, ob sich der Priester die Zeremonie selbst ausdachte oder ob er das von irgendjemand gelernt hatte, der ihn auf den Arm nehmen wollte. Nachdem der Priester das gesamte Haus mit Weihwasser benetzt hatte und jede Ecke und jeden Winkel mit Gebeten besprochen hatte, verk\u00fcndete er, dass das Haus endlich rein sei und kein Spuk mehr zu bef\u00fcrchten sei. Follet selbst konnte es nicht lassen, genau in dem Augenblick den Priester auf dem Lammfell, auf dem er stand, durch das halbe Wohnzimmer zu ziehen, bis er kurz vor der Haust\u00fcr das Fell fallen lie\u00df. Der Priester flog im hohen Bogen aus der T\u00fcr und auf den Platz davor, an dem sich Schlamm gebildet hatte. Der gute Anzug des Priesters war v\u00f6llig verdreckt. Der Kobold hingegen lachte, bis ihm die Luft wegblieb, bis ihn sogar die Familie durch die W\u00e4nde h\u00f6hren konnte. Sie fuhren zusammen, als sie das Lachen vernahmen und bekreuzigten sich. Der Priester hingegen raffte sein Kleid und war schnell \u00fcber alle Berge verschwunden. Der n\u00e4chste Priester, ein uralter Pfaffe mit grauem Haarkranz, kam knapp eine Woche sp\u00e4ter. Er versuchte, in jede Ecke zu h\u00f6ren, schn\u00fcffelte unter der Diele und klopfte die W\u00e4nde ab. All das machte er mit wichtiger Miene, als w\u00fcrde er seine Bibel studieren. Er brauchte fast einen Tag, bis er meinte, dass er das Problem gefunden h\u00e4tte. Die Knochen des Erschlagenen m\u00fcssten noch in dieser Wohnung liegen. Zu Follets Erleichterung suchte er nicht in der K\u00fcche, an dem sich die Fallt\u00fcr zu seiner Bewohnung befand. Anstatt dessen, lie\u00df er eine Wand einrei\u00dfen. Zur gro\u00dfen Entt\u00e4uschung aller Anwesenden, konnte man keine Knochen finden. Der Kobold hingegen wurde ungeduldig, weil man seine sch\u00f6ne H\u00fctte mit L\u00f6chern versah, an denen keine sein sollte. Der Priester hatte sich kaum umgedreht, da hatte Follet mit Magie die Wand wieder geschlossen. Dem Priester fielen fast die Augen aus den H\u00f6hlen. Er wollte jedoch den Wink mit dem Zaunfahl nicht wirklich verstehen, sondern meinte, er h\u00e4tte dem Geist des Hauses ein Geheimnis entrissen. Die Wand m\u00fcsse auf jeden Fall wieder eingerissen werden. Follte hatte in den Jahren ohne Bet\u00e4tigung gen\u00fcgend Energie gesammelt, um die Posse einige Jahre spielen zu k\u00f6nnen. So entstand jedesmal, wenn die Wand gerade eingerissen war, eine neue an genau der gleichen Stelle wie die erste. Das ging ein paar Wochen so, bis dem Priester die Geduld abbrannte. Er schrie und kreischte und schlug mit F\u00e4usten und F\u00fc\u00dfen gegen die Wand, als wolle er sie nur damit einrei\u00dfen. Nach einiger Zeit, in dem sich die Wand nicht ein Zentimeter r\u00fchrte, fiel der Priester ermattet auf seine Knie. Er sprach ein paar Ave Maria und Schlich sich dann davon. Nach den zwei erfolglosen Prozessionen sprach der Mann zu seiner Frau: \u201eEs ist gut so, wie es ist. Lass den Geist einen Geist sein und erfreu Dich an dem Haus, so wie es ist.\u201c Er war einer dieser Burschen, die sich zufrieden gaben, mit dem was sie haben. Die Frau jedoch konnte sich nicht mit der Situation abfinden. Sie hing Knoblauch in jede Ecke und Metallkreuze, die am n\u00e4chsten Morgen jedes Mal erneut in den gleichen Schubladen lagen, s\u00e4uberlich nach Gr\u00f6\u00dfe geordnet, abgestaubt und ungenutzt, sodass sie sie wieder aufh\u00e4ngen musste. So ging es eine lange Zeit. Eines Nachts schlich eine der Zwillinge, ein M\u00e4dchen namens Gudrun in die K\u00fcche, um sich ein Glas Milch aus der Vorratskammer zu holen, da sie Durst qu\u00e4lte. Sie hatte das Glas gerade bis zum Rand gef\u00fcllt, als ein Kratzen von unterhalb des Bodens zu h\u00f6ren war. Der Schreck fuhr ihr in die Knochen und sie versch\u00fcttete das Glas, sodass die Milch \u00fcber den Boden floss. Sie sammelte sich in einer schmalen Ritze auf den Holzdielen und floss dann in einem breiten Schwall nach Unten. Follet, der gerade sein Versteck verlassen wollte, um seine n\u00e4chtlichen Aufr\u00e4umaktionen durchzuf\u00fchren, bekam die gesamte Milch direkt ins Gesicht. Durchn\u00e4sst sprang er aus einer Luke und fing umgehend damit an, \u00fcber sein fehlendes Gl\u00fcck und den Ungl\u00fccksraben der ihm die Milch in den Krage gegossen hatte, zu schimpfen. Anstelle laut aufzuschreien, begaffte das M\u00e4dchen, die Follet schon fr\u00fcher aufgefallen war, den Kobold mit gro\u00dfen Augen. Nachdem sie den Schreck vergessen hatte, fing Gudrun an, \u00fcber die Gebaren des Kobolds zu lachen, der immer wieder auf und ab h\u00fcpfte. Follet von seiner Seite h\u00f6rte sofort auf mit seinen Tiraden und gaffe das giggelnde Ding an, das dort in der K\u00fcche stand. In diesem Augenblick war es um das Herz des Kobolds geschehen. Er stimmte in das Gel\u00e4chter ein und freute sich an dem freundlichen Wesens seiner neuen Freundin. So trafen sich die Beiden ab dieses Augenblicks fast t\u00e4glich in der K\u00fcche. Gudrun gab dem Kobold jede Nacht ein gro\u00dfes Glas Milch und ein St\u00fcck Brot, w\u00e4hrend Follet seine Sp\u00e4\u00dfe mit der Familie stoppte. Er r\u00e4umte ab und zu noch die Wohnung auf, jedoch vergas er alle garstigen Aktionen. Es dauerte fast zwei Monate, bis Gudruns Schwester Klara von dem Treiben in der K\u00fcche erfuhr. Sie wurde nachts wach und vermisste ihre Schwester, die sonst immer neben ihr im Bett lag. Leise schlich sie ihr hinterher und fand sie in der K\u00fcche, wie sie sich \u00fcber die Ereignisse des Tages mit dem Kobold austauschte. Auch Klara verband sehr schnell eine Freundschaft mit dem kleinen Mann. Zum Schluss wurde auch der Junge Karl zum Freund des Kobolds. Bald trafen sich die vier Freunde jede Nacht und viele Tage, an denen die Eltern auf den Felder standen und sie sich ungest\u00f6rt f\u00fchlte. Sie sprachen und Follet sp\u00fcrte immer mehr, die Anziehung die von Gudrun ausging. Obwohl sie sich mit ihrer Schwester bis auf jede Haarstr\u00e4hne \u00e4hnelte, war es doch nur Gudrun, die das Blut des Kobolds schneller flie\u00dfen lie\u00df. Er h\u00e4tte alles f\u00fcr sie gemacht. Eines Winter wurde sie krank. Ihre Mutter wachte an ihrem Bett. Zur Mittagszeit schlief die Mutter an Gudruns Bett ein und Follet stohl sich ins Zimmer. Mit einem Handschlag heilte er das todbringende Fieber, von dem ihre Geschwister ihm erz\u00e4hlt hatten. Selbst die Angst vor der Entdeckung der Eltern war weniger gro\u00df, wie seine Liebe zu dem M\u00e4dchen, dass sich \u00fcber die Zeit zu einer jungen Frau entwickelte. Auch sie merkte seine Zuneigung. Es st\u00f6rte sie wenig, dass er klein von Gestalt war und spitze Ohren hatte. Sie wusste von ihrer Heilung. Ihre Dankbarkeit wurde in den Jahren immer gr\u00f6\u00dfer und sie wollte keinen anderen Menschen mehr. Ein Jahr sp\u00e4ter entdeckte der Vater das Geheimnis seiner Kinder. Es traf sich, dass er nachts aufgestanden war, da er Stimmen in der K\u00fcche h\u00f6rte. Es dauerte nicht lange, da entdeckte er die gesellige Runde. Als er den Kobold erblickte, fing auch er an zu lachen. Er klatschte in die H\u00e4nde und sprach: \u201eJetzt haben wir unseren Geist. Dieser hier gef\u00e4llt mir mehr, als ein Mann mit eingeschlagenem Kopf oder der Teufel h\u00f6chst pers\u00f6nlich.\u201c Der Kobold, den das Erscheinen des Mannes zun\u00e4chst \u00fcberraschte, stimmte in das Gel\u00e4chter ein. Bald schon entstand zwischen der Familie und dem Kobold eine enge Freundschaft. Nur die Mutter war nicht eingeweiht, da alle davon ausgingen, dass sie kritisch auf die Verbindung reagieren w\u00fcrde. Bald wurde die Frau erneut schwanger. Sie konnte schon fr\u00fch nicht mehr auf dem Feld arbeiten, da die Arbeit dem Kind geschadet h\u00e4tte. Sie merkte in ihr, die Schw\u00e4che des Babys. Der Edelmann Johann von Beste hingegen war voller Zorn auf den Ausfall der Frau und gebot, dass alle Kinder anstelle ihrer auf den Feldern die harte Arbeit leisten sollten. So standen bald der Karl und Gudrun und Klara neben ihrem Vater, doch auch das reichte dem Geizhals nicht aus. Er sch\u00e4umte vor Wut und sprach: \u201eDie Leistung ist lange nicht genug. Selbst drei Kinder machen den Ausfall Deiner Frau nicht wett. Arbeiten sie nicht mehr als sonst, so wirst Du uns verlassen m\u00fcssen.\u201c Tief in ihm hoffte er darauf, das Land auf dem er sie angesiedelt hatte, sowie das alte Haus endlich anderweitig nutzen zu k\u00f6nnen. Das Grundst\u00fcck an den Lippeauen war ihm wertvoll geworden. Da sie sich schon lange nicht mehr \u00fcber den Geist beschwerten, ging er davon aus, dass man das Haus wieder anderweitig und f\u00fcr gutes Geld verpachten k\u00f6nnte. Da der Mann aber gute Arbeit leistete und viele Freundschaften unter dem Gesindel, seinen Leibeigenen und den anderen Arbeitern geschlossen hatte, konnte er ihn nicht sofort vertreiben, ohne den Unmut seiner Leute auf sich zu ziehen. Da dessen Frau jetzt allerdings ausfiel, hatte Johann endlich den Grund, die Familie zu bedr\u00e4ngen. Seine Kinder taten gute Arbeit und machten den Ausfall zwar wett, jedoch erweichte selbst das nicht sein schlechtes Herz. Mochte seine Frau noch so sehr dar\u00fcber klagen, er wollte die Wanderarbeiter von seinem Land vertreiben. Der Vater erz\u00e4hlte dem Kobold am Abend von dem Gutsherren und der Mutter, die sich nicht mehr aus dem Bett r\u00fchrte, aus Angst das ungeborene Kind zu gef\u00e4hrden. Der Kobold hingegen sprach: \u201eMach Dir keine Sorgen. Ich will mich der Dinge annehmen, die Dir auf der Seele brennen.\u201c Der Mann hingegen sprach: \u201eIch habe nichts, was ich Dir geben k\u00f6nnte. Ich wei\u00df, dass eure Art einen hohen Preis f\u00fcr eure Hilfe fordert.\u201c Da lachte der Kobold und sprach: \u201eWir Kobolde sind nicht alle gleich. Sicherlich hast Du auch geh\u00f6rt, dass wir Sch\u00e4tze horten. Auch das ist nicht meine Art. Sicherlich gibt es unter meinen Bekannte so Manchen, der ein hartes Herz zeigt oder einige, die nur f\u00fcr eine Bezahlung ihre Finger krumm tun. Ich allerdings bitte nur um ein Gefallen, wenn es an der Zeit ist.\u201c Der Mann lachte und hielt seine Hand als Zeichen seiner Zuneigung hin. Der Kobold ergriff sie, in der Hoffnung, um die Hand von Gudrun anhalten zu k\u00f6nnen, wenn es dazu an der Zeit war. In der gleichen Nacht schlich er zur Mutter und weckte sie dabei auf, da ihr Schlag nicht besonders fest war. Sie erschrak, als sie den Kobold an ihrem Bett stehen sah. \u201eJetzt will der Teufel mir mein Kind holen.\u201c \u201eGute Frau, ich bin nicht der Teufel. Der hat heute keine Zeit. Au\u00dferdem ist es viel zu kalt f\u00fcr ihn. Ich bin nur ein einfacher Diener, im Wunsch Dir zu helfen.\u201c \u201eWeiche von mir D\u00e4mon.\u201c, sprach die Frau und bekreuzigte sich. \u201eDu musst keine Angst haben. Die dunklen K\u00fcnste liegen mir nicht. Ich bin nur ein einfacher Kobold.\u201c \u201eDie Diener des Tiers, das seit ihr. Das hat mir meine Mutter erz\u00e4hlt.\u201c \u201eDeine Mutter wird einen boshaften Verwandten getroffen haben. Ich hingegen bin gut und will nur helfen.\u201c Da fing die Frau an j\u00e4mmerlich zu weinen. Sie schlug ein Kreuz \u00fcber ihrer Brust und sprach unter Tr\u00e4nen: \u201eBist Du gekommen, um meine unsterbliche Seele zu holen?\u201c Da lachte der Kobold. \u201eWas soll ich mit Deiner Seele? Ich will weder die, noch Dein Kind. Ich will Dich und das Kind heilen, aus Freundschaft zu Deiner Familie.\u201c Da h\u00f6rte die Frau mit dem Weinen auf. Sie sah ihn mit gro\u00dfen Augen an und sprach: \u201eDu willst meine Familie holen?\u201c \u201eRed nicht so dumme Sachen. Dein Mann und Deine Kinder sind gute Freunde. Ich bin gerne mit ihnen zusammen. Sie baten mich, Dir zu helfen.\u201c Entr\u00fcstung rutschte an der Stelle, die vorher noch mit Angst gef\u00fcllt war. \u201eSie wissen von Dir und haben mir nichts gesagt?\u201c \u201eSie hatten Angst davor, dass Du es nicht verstehen w\u00fcrdest.\u201c \u201eMein gesamte Familie ist mit dem Teufel verb\u00fcndet?\u201c \u201eDeine ganze Familie ist mit mir befreundet. Ob sie sich gleichzeitig auch mit dem Teufel treffen, kann ich nicht beurteilen. Ich gehen allerdings davon aus, dass sie es nicht machen, da ihnen dazu kaum Zeit bleibt, bei all der Arbeit.\u201c Da schrie die Frau nach ihrem Mann, der schnell zu ihr eilte. Er erblickte den Kobold am Bett seiner Frau und erschrak. \u201eWas machst Du hier Follet? Ich dachte, Du k\u00f6nntest ihr helfen, ohne dass sie davon etwas mitbekommt.\u201c \u201eDu kennst dieses Wesen?\u201c \u201eSie wurde leider wach, als ich ins Zimmer kam.\u201c, sprach der Kobold und rollte mit den Augen. \u201eWie lange kennt ihr euch schon?\u201c Der Kobold unterbrach die Antwort, die ihr Mann ihr geben wollte. \u201eDie Aufregung ist weder gut f\u00fcr sie noch f\u00fcr das Kind in ihrem Leib. Es w\u00e4re besser, wenn sie sich ausruht.\u201c \u201eKannst du sie nicht einschlafen lassen?\u201c \u201eDann regt sie sich aber auf, sobald sie wieder erwacht. Das w\u00fcrde das Problem nur verschieben.\u201c Die Frau hatte sich in ihrem Bett aufgerichtet und sah die Beiden ungl\u00e4ubig an. Sie sprach: \u201eK\u00f6nnt ihr bitte aufh\u00f6ren, euch zu unterhalten, als w\u00e4re ich nicht im Zimmer.\u201c Da kamen auch ihre Kinder ins Zimmer. Sie bauten sich ungl\u00e4ubig hinter dem Mann auf. Gudrun sagte: \u201eIch dachte, Du br\u00e4uchtest sie nicht zu wecken.\u201c \u201eIch sagte gerade schon, dass sie wach wurde, als ich den Raum betrat. Es ist m\u00fchsam sich wiederholen zu m\u00fcssen.\u201c Da sagte Gudrun: \u201eBitte entschuldige Follet.\u201c Die Mutter, die jetzt an ihrer gesamten Familie zweifelte sprach: \u201eIhr steckt alle unter einer Decke. Ihr seit mit dem Teufel im Bund.\u201c Klara sagte beunruhigt: \u201eSie sieht den Teufel. Ihr muss es schlimmer gehen.\u201c \u201eAber das hier ist doch der Teufel.\u201c Da lachte die gesamte Familie. \u201eDas ist der Bewohner dieses Hauses, der uns so lange Zeit \u00c4rger gemacht hat. Wir sind in sein Heim gezogen, ohne ihn vorher zu fragen. Am Anfang war er sehr \u00e4rgerlich auf uns. Doch jetzt sind wir gut befreundet.\u201c, so sprach der Vater. Der Kobold sprach: \u201eIhr seid in mein Haus gekommen, ohne mich zu fragen. Eurer Erscheinen hat mich w\u00fctend werden lassen. Allerdings brachtet ihr dann mehr Spa\u00df zu mir, als ich Jahrzehnt lang hatte. Die beiden Pfaffen brachten mich zum Lachen. Ich hatte nicht mehr so viel Spa\u00df, seitdem mein guter Freund der Ritter starb.\u201c \u201eDu warst mit dem Schwiegervater des Herren befreundet?\u201c \u201eEs war nicht sein Vater sonder einer seiner Vorv\u00e4ter, der mir das Haus schenkte. Ich half ihm dabei, das Land welches nun seinem Nachfahren geh\u00f6rt, zu erwerben.\u201c Die Mutter sch\u00fcttelte den Kopf und sprach: \u201eK\u00f6nnt Ihr euch nicht an anderer Stelle \u00fcber die Vergangenheit unterhalten? Das Kind in meinem Bauch braucht seine Ruhe.\u201c Der Kobold sah zu ihr. Noch bevor sie sich dagegen wehren konnte, legte er seine H\u00e4nde auf ihren Bauch und sprach ein paar Worte. Dann lachte er und sprach: \u201eDas Kind lag falsch. Ich habe ihm gezeigt, wie es richtig seien sollte. Ab jetzt wird es sich M\u00fche geben, Dir nicht mehr alle Energie zu rauben. Du wirst sehen, schon Morgen werden die Schmerzen und Leiden verschwunden sein. Es wird ein sch\u00f6nes M\u00e4dchen werden, dass ihre Sch\u00f6nheit von ihrer Mutter erbt.\u201c Die Frau hingegen schluchzte laut auf. \u201eDu musst mir nicht schmeicheln, D\u00e4mon. Was verlangst Du f\u00fcr Deine Dienste?\u201c \u201eDu k\u00f6nntest damit aufh\u00f6ren, mich D\u00e4mon zu nennen. Ich bin der Besitzer dieser H\u00fctte und es w\u00e4re nur nett, mich wie jemand zu behandeln, den Du kennst.\u201c \u201eAber\u2026\u201c, setzt sie an jedoch sprang ihr Mann sofort an ihr Bett. \u201eDu musst Dich jetzt ausruhen. Ihr anderen geht bitte, damit meine Frau endlich ihren Schlaf bekommt, den sie so dringend ben\u00f6tigt.\u201c Um keine weiteren Diskussionen zu provozieren, taten alle Anwesenden, wie ihnen geraten wurde. Bald trafen sie sich alle, bis auf die Mutter die seelig eingeschlafen war, in der K\u00fcche. Der Kobold schl\u00fcrfte ein wenig Milch, w\u00e4hrend sich die Kinder emsig unterhielten. Der Vater lie\u00df sich st\u00f6hnend auf den freien Stuhl nieder. \u201eWir arbeiten so viel. Trotzdem will uns der Herr von seinem Grund vertreiben. Er prellt uns \u00fcberdies noch den Lohn. Die Pacht f\u00fcr dieses Haus ist h\u00f6her, als wir f\u00fcr unsere Dienste verdienen. Er will uns zu seinen Leibeigenen machen, wie er es auch mit seinen eigenen Bauern gemacht hat.\u201d Der Kobold knischte mit den Z\u00e4hnen und ballte die H\u00e4nde zu F\u00e4u\u00dften. \u201cDas hat es unter dem alten Ritter nicht gegeben. Ich werde meinen Segen \u00fcber der Familie zur\u00fcckziehen.\u201d \u201cSeine Frau, die zur Familie geh\u00f6rt, ist nicht wie er. Sie h\u00e4lt die Werte ihrer Ahnen hoch, kann sich allerdings nicht gegen ihn durchsetzen.\u201d \u201cDann m\u00fcssen wir das \u00e4ndern.\u201d, sprach der Kobold. \u201cIch werde mich darum k\u00fcmmern, so wie ich es Dir versprochen habe.\u201d Noch in der gleichen Nacht brach Follet auf, zum Haus Sythen. Den gesamten Marsch machte er sich dar\u00fcber Gedanken, wie er mit dem herzlosen Johann verfahren sollte, ihm fiel allerdings nichts ein, was ich nicht auch seine Frau betreffen w\u00fcrde. Er machte ihr keinen Vorwurf, denn die Frauen hatten damals oft keine Wahl, wen sie ehelichen mussten. Er wollte ihrer Familie kein Ungl\u00fcck bringen, denn er dachte noch oft an den alten Ritter und die Jahre, die sie verband. Er beschloss, zun\u00e4chst mit dem Unhold zu reden. Vielleicht lie\u00df er mit sich verhandeln. Deshalb begab er sich auf direktem Weg zum Schlafzimmer, stellte sich vor Johanns Bett und sprach: \u201eDu beutest die Leute und dein Land aus. Es gibt niemand mehr, der dich hier mag.\u201c Johann zeigte keine Angst, sondern l\u00e4chelte nur k\u00fchl seinem Gast entgegen. \u201eIch bin nicht dazu auf Erden, um von irgendwem gemocht zu werden. Und nun hebe dich hinfort. Weiche weg von diesem Ort.\u201c \u201eDer Schatten des Geiz liegt \u00fcber Deiner Seele. Du wirst nie Gl\u00fcck finden, wenn Du so weiter machst.\u201c \u201eAls Kind war ich \u00e4rmer als der Bettler, der sein Brot auf der Stra\u00dfe verdient. Meine Familie war verarmt, aber zu stolz um Hilfe anzunehmen. Erst seit der Hochzeit mit dem Haus Hagenbeck kam das Gl\u00fcck zu mir.\u201c \u201eHast Du kein Gewissen?\u201c \u201eEin Gewissen k\u00f6nnen sich nur reiche Menschen leisten. Die Armen m\u00fcssen darauf verzichten.\u201c \u201eEs gibt genug arme Leute, die reicher sind, als Du.\u201c Johann war aufgesprungen. Er hatte sich einen Degen gegriffen, der neben seinen Bett, auf seinen abgestreiften Kleidern lag und zielte mit dem spitzen Ende auf Follet, der ihn \u00fcberrascht ansah. \u201eJetzt sag mir D\u00e4mon, was ist Dein Sold? Was willst Du von mir?\u201c Der Kobold wunderte sich nur kurz dar\u00fcber, warum ihn jeder f\u00fcr einen D\u00e4mon hielt. Mit einem geschickten Sprung brachte er sich in Sicherheit. Die kleinen M\u00e4nner sind wendiger und schneller als Menschen. Daher sieht man sie meist nicht, wenn sie nicht gesehen werden wollen. Auch Follet war so schnell gesprungen, dass es der Edelmann gar nicht mitbekommen hatte. Er bohrte seinen Degen an die Stelle, die gerade noch vom Kobold besetzt war. Follet hingegen stand neben ihm. Ihm kam eine Idee, die er in die Tat umsetzen wollte. \u201eDer Herr der H\u00f6lle schickt mich, um zu sehen, ob Du so herzlos bist, wie alle sagen. Er findet Gefallen an Dir. Daher schl\u00e4gt er einen Handel vor.\u201c Johann schlug mit seinem Degen an seine Seite, um der Stimme in seinem Schlafzimmer ein Ende zu bereiten, musste jedoch \u00fcberrascht feststellen, dass der D\u00e4mon schon nicht mehr dort stand. Er weilte jetzt zu seiner anderen Seite. Da schrie Johann: \u201eVerschwinde Du armseliger Gnom. Hier hat der Herr der H\u00f6lle nichts zu gewinnen.\u201c, drehte sich, w\u00e4hrend er mit dem Degen ausholte, doch wiederum traf er nur die Luft, die zischend \u00fcber seine Schneide zog. Follet hingegen lachte. \u201eDer Herr der H\u00f6lle hat schon Deine Seele. Er will die Deiner Frau. Er gibt Dir daf\u00fcr die Stadt M\u00fcnster.\u201c \u201eM\u00fcnster ist eine heilige Stadt, die er nicht verschenken kann.\u201c \u201eDie Pfaffen und Bisch\u00f6fe stehen schon seit langem auf seiner Seite. Sie werden Dir die Stadt geben, wenn Du in seinem Namen danach fragst. Aber zuerst gibt mir die Seele Deiner Frau.\u201c Immer wieder drehte sich Johann um die eigene Achse, konnten den Kobold aber nicht aufspie\u00dfen. Er st\u00f6hnte bei dem Versuch. Schwei\u00df str\u00f6mte ihm von der Stirn. Mit Anstrengung in der Stimme sprach er: \u201eF\u00fcr den Preis w\u00fcrde ich ihm auch die Seele meiner Mutter geben.\u201c \u201eDu musst sie dazu bringen, dass sie eine unverzeihliche S\u00fcnde begeht. Dann wird Dir der Teufel h\u00f6chstpers\u00f6nlich behilflich sein.\u201c Johann stoppte seine verzweifelten Versuche. \u201eIch merke, Du bist schneller als ich.\u201c \u201eWas sagst Du zu dem Handel?\u201c Johann fasste sich an die Brust. Er japste nach Luft. Erst als er wieder der Sprache m\u00e4chtig war, sagte er: \u201eEs soll so geschehen.\u201c Nachdem er die Worte sprach, war der Kobold verschwunden. Er dachte bei sich, dass er durch diese List auch pr\u00fcfen k\u00f6nnte, wieviel Gutes noch in der Erbin vom Ritter steckte. Schlie\u00dflich wollte er entscheiden, ob sie seines Mitleids wert war. Er blieb im Haus, das ihm so bekannt war, da er Jahres seines Lebens dort verbrachte und beobachtet jeden Schritt der Bewohner. Gleich am<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1451 erkl\u00e4rte Johann von Besten im Haus Sythen, zum Leidwesen aller Bauer, die er in Handschlag zu seinen Eigenen erkl\u00e4rte. Die H\u00e4user, die in seinem Besitz waren, wies er pers\u00f6nlich seinen Leibeigenen und Wanderarbeiter zu. 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